Im Orient hat Musik immer eine zentrale Rolle im Leben der Menschen gespielt. Der Begriff „Tarab” beschreibt den Moment ekstatischer Verzückung, der durch die Musik hervorgerufen wird. Die Verbindung zwischen Ekstase und Musik wird in der orientalischen Musikkultur zutiefst geschätzt und ist ein wesentlicher Bestandteil eines erfolgreichen Live-Konzerts. Die Musiker/-innen und insbesondere die Sänger/-innen setzen ihre Kunstfertigkeit ein, um diese Gefühle zu erzeugen und zu intensivieren . . . die Musik muss gefühlt werden . . . und es kommt zu einem wahrnehmbaren Energieaustausch zwischen den Künstler/-innen und dem Publikum. In der arabischen Welt wird das Publikum dazu ermutigt, seine Gefühle gegenüber den Künstler/-innen zum Ausdruck zu bringen.

Die Musikskalen oder „Magamat”, insbesondere die Halbtöne, klingen im Körper wider und rufen diesen Zustand des „Tarabs” hervor, der, ähnlich dem „Raga” in der indischen Musik, zu verschiedenen Stimmungen und Gefühlslagen führt. Klassische orientalische Musik wird komponiert, um diese Reaktion hervorzurufen.  

Sängerinnen wie die unvergleichliche Om Koulsum, setzten ihre Stimme ein, um die Poesie der Lieder zu bereichern und den zarten Hauch des „Tarabs” weiter zu beflügeln. 

Ich bin zutiefst daran interessiert, dieses Erlebnis weiter zu erforschen und in die Sprache des Tanzes zu übersetzen – „Tarab” in die Bewegung mit aufzunehmen und Musik auf einzigartige und individuelle Weise auszudrücken.