Mystizismus ist uns nicht fremd. Mystizismus kann als die Erforschung und die Erfahrung dessen betrachtet werden, was unser Leben mit Glück und Frieden erfüllt.

Bewegung kann uns den Zugang zu mystischen Zuständen erleichtern und uns in die nicht alltäglichen Sphären des Bewusstseins führen. Sogar die allereinfachsten Bewegungen wie rhythmisches Stampfen und Klatschen können tiefgreifende Freude in uns hervorrufen.

Bewegung, in fein abgestimmter Weise ausgeführt, ist vergleichbar mit Konzentration und Meditation. Das vollkommene Fokussieren auf eine bestimmte Aktivität bietet Klarheit und Erholung für unseren Geist. Das ist einer der Gründe, warum uns Tanz, genauso wie andere körperliche Aktivitäten, so belebt und erfrischt.

In der Welt des Sufismus demonstriert die sakrale Dreh-Zeremonie des Mevlevi Ordens, dessen Entstehung auf die Lehren von Jalaluddin Rumi zurückgeht, die Verbindung von Bewegung (dem Drehen) und der Erfahrung des Göttlichen. Die Gedächtnis-Übung der Sufi – Dhikr – vereint Bewegung mit der Rezitation von sakralen Texten. Die jüdischen Gebete werden von einem Hin- und Herwiegen des Körpers begleitet. Beide Arten von Bewegung können zu einem Gefühl von Seeligkeit führen.